AG Queer Studies

Die AG Queer Studies organisiert im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens die Ringvorlesung Jenseits der Geschlechtergrenzen. Sie ist Bestandteil des Gender Studies Curriculums, richtet sich aber auch ausdrücklich an außeruniversitäre Zuhörer_Innen. Im Frühjahr 2009 veröffentlicht die AG Queer Studies den zweiten Sammelband zur Vortragsreihe. "Verqueerte Verhältnisse. Intersektionale, ökonomiekritische und strategische Interventionen" erscheint im Männerschwarm Verlag.

 

 

ACHTUNG: Aktuelle Informationen über die AG Queer Studies, die Vortragsreihe "Jenseits der Geschlechtergrenzen" und unsere Projekte finden sich ab sofort auf unserer neuen Seite www.agqueerstudies.de. Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert.

 

 

Alle Vorträge finden Mittwochs um 19 Uhr im Raum 0079 im Wiwi-Bunker (Von-Melle-Park 5) auf dem Uni-Campus statt.

 

 

Über unsere Verteilerliste laden wir auch wöchentlich per Email zu unseren Vorträgen ein. Um in den Verteiler zu gelangen, schreibt uns einfach eine Email an: queer.aghh@gmx.de.

Jenseits der Geschlechtergrenzen im Radio und im Internet

Seit Mai 2005 hat die AG Queer Studies eine eigene Radiosendung beim Freien Sender Kombinat. Wir senden an jedem ersten und dritten Montag im Monat, jeweils von 14 Uhr -bis 15.30 Uhr unsere Vorträge. FSK ist zu empfangen über 93,0 Mhz Antenne, 101,4 MHz im Kabel und als Stream auf fsk-hh.org/livestream.

Transmitter, das FSK Programm im Internet: fsk-hh.org

 

In Kürze werden wir hier auch Vortragsmitschnitte zum Download anbieten können.

kleine Historie

 

Standen in den ersten Semestern dieser Vortragsreihe noch schwule Themen im Mittelpunkt, bekam sie 1994 ihren heutigen Namen, um damit auch im Titel die veränderte Programmatik zu verdeutlichen. Lesbische, feministische, bisexuelle, Transgender und andere Queer-Themen erweiterten das Spektrum der Beiträge. Parallel dazu haben sich auch die Theorien und Methoden, die den wissenschaftlichen Arbeiten der Vortragenden zu Grunde liegen, während des vergangenen Jahrzehnts gewandelt. Jüngere konstruktivistische und poststrukturalistische Forschungsansätze, deren Analysen geschlechtliche und sexuelle Identitäten als gleichzeitig erzwungene, aber auch veränderbare Effekte gesellschaftlicher Machtverhältnisse sichtbar machen und dementsprechend als Ausgangspunkt von Emanzipation problematisieren, sind die theoretisch-methodische Grundlage vieler Beiträge. Unverändert blieb von den Anfängen bis heute der politische Anspruch Sexualitäts- und zunehmend auch Geschlechterpolitiken kritisch zu reflektieren.

Im Sommersemester 2006 feierte die Ringvorlesung "Jenseits der Geschlechtergrenzen" 30-semestriges Jubiläum.

das Buch

Die AG hat einen empfehlenswerten Sammelband publiziert, der ein breites Spektrum an Themen abbildet, die in den bisherigen Vorträgen diskutiert wurden:

Heidel, Ulf/ Micheler, Stefan/ Tuider, Elisabeth: Jenseits der Geschlechtergrenzen. Sexualitäten, Identitäten und Körper in Perspektiven von Queer Studies, Hamburg (MännerschwarmSkript) 2001, 430 Seiten.

 

Eine Fortsetzung des Sammelbandes ist zur Zeit in Arbeit und wird voraussichtlich im Frühjahr 2009 erscheinen.

hochschulpolitisches Engagement

Die AG Queer Studies setzte sich in den vergangenen Jahren erfolgreich für die Einrichtung des Studienprogramms Gender Studies mit dem Schwerpunkt Queer Studies ein. Es ist sowohl wissenschaftstheoretisch, als auch politisch unser Bestreben die Queer Theory in unserer Arbeit an der Vorlesungsreihe und im Studiengang Gender Studies als Grundlage der kritischen Analyse erkennbar zu machen und zu vermitteln.

Im Feburar 2005 veranstaltete die AG Queer Studies erstmalig einen Runden Tisch mit dem Titel 'Status Queer Vadis', um Studierenden, Lehrenden und Aktiven eine Gelegenheit zu bieten, sich über die Möglichkeiten der Queer Studies/Queer Theorie innerhalb der Universität auszutauschen.

Die AG Queer Studies bedauert die negativen Entwicklungen der beiden Gender-Studiengänge an der Universität Hamburg und setzt sich gemeinsam mit dem Fachschaftsrat Gender- und Queer Studies für den Erhalt bzw. die Wiederaufnahme der Studiengänge ein.

Kontakt

Falls ihr Lust habt eure Ideen einzubringen oder einfach nur mal reinzuschnuppern, könnt ihr uns über das LesBISchwulTranSM - Polymorph-Perverse Referat (Ex-Schwulenreferat) des AStA kontaktieren:

Tel.: 450 20 437

E-Mail: queer.aghh@gmx.de

Kneipe

Auch in diesem Semester wollen wir die gute Tradition fortführen, nach den Vorträgen beim lockeren Umtrunk mit Vortragenden und Interessierten zu diskutieren oder einfach nur den Abend ausklingen zu lassen. Dazu sind alle herzlich eingeladen.

Archiv

Podiumsdiskussion: Welchen Ismen gehört St. Georg

Am 12. Dezember 2007 findet im Rahmen der Vorlesungsreihe eine Podiumsdiskussion statt. Angeregt wurde die Veranstaltung durch Artikel und Leser_Innenbriefe im Hamburger Homo-Magazin "Hinnerk".

Ausgangspunkt ist eine Debatte zum viel besungenen "Kulturkampf", für dessen Schauplatz dieses Mal der Hamburger Stadtteil St. Georg auserkoren wurde und in dem DER Islam und DIE Schwulen gegeneinander antreten sollen.

Anstelle einer Diskussionsrunde über potenzielle Lösungswege für ein "Stadtteilproblem" wird eine kritische Perspektive eingenommen, in der die Hamburger Diskussion in den Kontext der Islam- und Integrationsdebatte der letzten Jahre eingeordnet wird. Von unterschiedlichen Standpunkten aus wird diskutiert, wie Islamophobie und Homophobie verstrickt sein können und welche Interventionsmöglichkeiten es in solche Debatten gibt, die stark von Stereotypen über "die Anderen" geprägt sind.

 

Es diskutieren:

Angelika Hassani, Mitgründerin von Queer-Muslime Hamburg e.V.

Georg Klauda, Dipl. Soziologe und freier Autor, Berlin

Jennifer Petzen, Doktorandin an der University of Washington, Seattle

 

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 19 Uhr

Hörsaal F im Phil-Turm, Von-Melle-Park 6, Uni Hamburg

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Letzte Änderung: 12.05.2009